Lexikon: Definitionen aus dem Online-Marketing
Web Standards und Konventionen
Für Shneiderman können „kleine Unterschiede“ zu gefährlichen Bedienungsfehlern führen und die Zeit des Lernens erhöht sich. „Gravierende Unterschiede“ erfordern grundlegende Neuschulungen und stellen eine Belastung für den Benutzer dar. Nielsen unterscheidet zwischen Standards, Konventionen und Verwirrung. Beim Standarddesign haben mindestens 80 Prozent der Internetseiten für ein Element denselben Designansatz. Verwenden 50 bis 70 Prozent der Websites das gleiche Designschema, handelt es sich um konventionelle Elemente. In beiden Fällen weiß der Anwender, was ihn erwartet, die Arbeitsumgebung ist ihm vertraut.
Standards vermitteln das Gefühl, die Bedienung einer Site unter Kontrolle zu haben, was zu einer größeren Zufriedenheit beiträgt. Insbesondere das W3C-Konsortium definiert laufend neue Standards und Richtlinien zum Thema Webdesign, unter anderem für (X)HTML und CSS. Wird ein bestimmter Designansatz auf weniger als 50 Prozent der Internetauftritte publiziert, ist die Funktionsweise beim Benutzer eher unbekannt und stiftet Verwirrung. Auch Erlhofer regt an, dass einmal gelernte Prinzipien und Muster immer wieder verwendet werden sollten. Die Kohärenz beschreibt den stimmigen Aufbau einer Website, die Konsistenz den Zusammenhalt und die Geschlossenheit einzelner Elemente. Andere Experten empfehlen ebenfalls, sich an Konventionen zu orientieren.


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