Lexikon: Definitionen aus dem Online-Marketing
Heuristische Evaluation
In einer heuristischen Evaluation gleichen Experten Schnittstellen mit einer oder verschiedenen Listen von Design-Prinzipien, den Heuristiken, ab. Die Fachmänner prüfen, in welchem Maße die Prinzipien angewendet worden sind. Diskrepanzen mit den Regeln werden als Usability-Probleme gedeutet. Dabei handelt es sich meistens um allgemein gehaltene Regeln. Die Aufgabe der Experten ist nun, diese richtig zu interpretieren. Einen tiefer gehenden, speziell für Websites entwickelten Ansatz bietet der Web Usability Index.
Er ist detaillierter und bietet die Möglichkeit einer differenzierten Bewertung. Allerdings ist er standardisiert und somit schwer individuell anpassbar. Mögliche Verstöße werden aufgezeigt, während Lösungsvorschläge in diesem Test nicht inbegriffen sind. Außerdem wurde er seit dem Jahr 2002 nicht weiterentwickelt, entspricht somit nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Vorteile der heuristischen Evaluation sind ein geringer zeitlicher und finanzieller Aufwand.
Sie sind leicht zu erlernen und durchzuführen. Nielsen hat festgestellt, dass bereits mit drei bis fünf Evaluatoren bis zu 75 Prozent der bestehenden Usability-Probleme aufgedeckt werden. Dagegen wird eine Prüfung allein durch Experten in der Forschung als in den meisten Fällen für nicht ausreichend bezeichnet. Eine Gebrauchstauglichkeitsprüfung, bei der die Endbenutzer in den Prozess nicht eingebunden werden, ist methodisch fragwürdig. Benutzer neigen dazu, sich an fehlerhafte Gegenstände oder Software anzupassen und entwickeln umständliche Umwege zum Ziel. Dass die Bewertung der Website nicht nach Aufgabensicht erfolgt, ist ein weiteres Problem.



Seit der Betreuung durch webhelps! sind meine Besucherzahlen und Anfragen um ein Vielfaches gestiegen.
