Lexikon: Definitionen aus dem Online-Marketing
Eye-Tracking
Das Verfahren der Blickmessung bzw. Aufmerksamkeitsanalyse wird in englischer Sprache als Eye-Tracking bezeichnet. Die Aufmerksamkeitsanalyse ist ein unbewusster Vorgang. Um die Orientierung des Anwenders zu verfolgen, werden spezielle Blickmessanlagen verwendet. Die Bewegungen des Fokus der Augen werden dokumentiert, man ist darüber informiert, welchen Bereich des Monitors der Proband anvisiert hat.
Während der Betrachtung des Bildschirms unternimmt das Auge Sprünge. Auch als Sakkaden bezeichnet, hüpft das Auge von einem Ort zum nächsten. Zwischen den Sakkaden besteht eine Ruhephase von einer halben Sekunde, das Auge fixiert einen Punkt. Nur in diesem Zeitraum der Fixation nimmt das Auge bzw. die Person Informationen auf. Täglich unternimmt das menschliche Auge durchschnittlich 100.000 Sakkaden, die meisten unbewusst. Bei einer Eye-Tracking Untersuchung alle Störfaktoren auszuschließen ist sehr schwierig.
Der Blick des Probanden wird per Kalibration eingestellt. Die Testperson schaut verschieden Punkte in einem Koordinatensystem an. So wird das individuelle Blickmuster herausgefunden, man weiß später welche Stellen der Betrachter auf der Website angeschaut hat. Nach der Kalibrierung darf der Kopf nicht mehr bewegt werden. Schon kleine Veränderungen der Position sind ein erheblicher Störfaktur. Ziel ist es, dass die wichtigen Bausteine bzw.
Informationen einer Website im Hauptvisier des Betrachters liegen. Dies kann mit der Eye-Tracking Methode erkenntnisreich überprüft werden. Sehr interessant ist die Methode auch, weil die „toten Zeiten“, also wenn der Benutzer nichts anklickt, begutachtet werden können. Allerdings sind hohe Kosten durch teure technische Ausstattung oder Labormiete ein nicht unerheblicher Aufwand und ist die Instabilität durch Störfaktoren zu berücksichtigen.


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