Google Penalty: So wird der Reconsideration Request zum Erfolg – ein Praxisbeispiel

Dieser Artikel ist ein qualitativ sehr hochwertiger Gastartikel zum Thema Google Penalty und wie verfasse ich einen erfolgreichen Reconsideration Request. Der Verfasser war so hilfsbereit, seine Erfahrungen aufzuschreiben und hier mit der SEO Community zu teilen. Dafür danke ich ihm sehr, denn es ist ein Thema das viele SEO’s (negativ) betrifft.  

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Leider will er nicht, dass ich seinen Namen und seine Website hier namentlich erwähne. Er hat zu viele Drohungen aus der SEO-Branche bekommen und hat Angst, vor negative SEO Attacken und ähnlichen Diffamierungen. Leider kann ich das gut verstehen, einige wenige schwarze Schafe ziehen hier die Branche in letzter Zeit wieder verstärkt in den Dreck.

Das Jahr 2012 traf viele SEOs hart. Penguin-Update und blaue Briefe sind nur zwei Themen, die vielen Webmastern den Schweiß auf die Stirn treiben. Auch ich muss mich mit diesen Themen zwangsläufig beschäftigen. Eine meiner wichtigsten Einnahmequellen ist vom Penguin Update betroffen. Außerdem wurde das Projekt, aufgrund unnatürlicher Links, manuell abgestraft.

Dieser Erfahrungsbericht zeigt auf, wie ich meinen Reconsideration Request (Wiederaufnahme-Antrag) erfolgreich durchgeführt habe. Desweiteren erläutere ich die Vorgeschichte und welche persönlichen Lehren ich hieraus gezogen habe. Mehr über meine Person und Motivation diesen Artikel zu verfassen, am Ende des Artikels.

Der schwarze Tag: Penguin-Update am 24.04.2012

Panik! Die Besucherzahlen sind vom 24. auf den 25. April 2012 um mehr als 50% eingebrochen. In bekannten SEO-Foren finden sich Gleichgesinnte. Nach kurzer Zeit ist klar, hier ist etwas Großes passiert. Schnell bekommt das Kind einen Namen: Penguin-Update. In den folgenden Wochen brechen die Besucherzahlen weiter ein. Vom ursprünglichen Traffic sind nur noch 20-30% übrig.

Abbildung: Anmerkung vom mir – so sehen typische Google Penalty Opfer aus. Der erste Fall war wohl eine manuelle Abstrafung aufgrund von unnatürlichen Links, der zweite Fall dann das Penguin Update. Es handelt sich NICHT um die Website dieses Artikels. Quelle: Sistrix

Rückblickend waren die ersten Tage nach diesem Update die Hölle. Dauerhaftes Überprüfen der Google Ergebnisse, Besucherstatistiken permanent geöffnet, ein ständiger Blick in SEO-Foren mit der Hoffnung Neues zu erfahren. An Schlaf war kaum zu denken, hängt an den Einnahmen nicht nur die eigene Existenz sondern auch die der Mitarbeiter. Irgendwann war klar: Das Penguin-Update zielt auf Linkquellen und Linktexte ab.

Die ersten vier bis sechs Wochen seit dem Update sind vergangen. In dieser Zeit habe ich an der Offpage-Optimierung wenig unternommen. Das Team hinter der Website hat seine Arbeit gewohnt weitergeführt, Artikel veröffentlicht und bestehende Inhalte gepflegt. Eine Besserung der Besucherzahlen war weiterhin nicht in Sicht. So konnte es nicht dauerhaft weitergehen, es musste etwas passieren.

In den folgenden Wochen bestand meine Arbeit hauptsächlich darin, das eigene Linkprofil zu analysieren. Über Jahre habe ich viele Links aufgebaut, die heute unerfahrenste SEOs in dieser Form nicht mehr setzen würde. Persönlich hatte ich diese Links nicht mehr auf dem Radar, sie aber irgendwann aufgebaut oder aufbauen lassen. Highlights waren Blog-Posting in themenfremden Umfeld mit 200 Wörtern und 15 Links, oder Online-Shops mit „exact match Keyword Links“. Selbstverständlich sidewide im Footer, neben Links zu Poker-Seiten.

Links dieses Typus habe ich abgebaut, allerdings sehr zaghaft. In den nächsten Wochen verschlechterten sich die Positionen wichtiger Keywords weiter. Tue ich mir wirklich einen Gefallen mit dem Abbau? Für viele Links musste ich beim Aufbau harte Verhandlungen führen oder Geld investieren. Diese Links haben jahrelang funktioniert, jetzt soll die ganze Arbeit von heute auf morgen nicht mehr funktionieren? Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr unentschlossen. Einerseits habe ich damit begonnen vermutlich kritische Links zu entfernen. Andererseits konnte ich mich mit dem Gedanken, Links zu entfernen die bislang für erfolgreiches Ranking gesorgt haben, nicht richtig anfreunden.

Schock im Urlaub: Post von Google

Bis zu meinem Sommerurlaub im Juli hat sich nicht viel getan. Die Rankings waren unverändert mies, die Besucherzahlen weiterhin auf Rekordtief. Also endlich zwei Wochen Sonne tanken und mit vollem Elan zurück an die Arbeit. Pustekuchen. Nach rund einer Woche totaler Online-Abstinenz wagte ich einen Blick in meine Emails. Die Nachricht von Google mit dem Betreff „Unnatural Inbound Links“ sollte mir also auch noch den Urlaub vermiesen. Von nun an musste ich gegen das Penguin-Updaten und der manuelle Abstrafung kämpfen.

Aus dem Urlaub zurück, direkt an die Arbeit und weiter Links entfernen. Rund ein Monat nach der Google-Meldung habe ich den ersten Reconsideration Request an Google übermittelt. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich rund 70 Links abgebaut, weitere 25 Links ließen sich nicht entfernen.

Neben einem freundlichen Schreiben, habe ich ein Dokument mit den entfernten Links übermittelt. Außerdem habe ich eine Agentur genannt, welche Social-Bookmark-Links aufgebaut, aber nicht bereit war diese zu entfernen. Hierzu habe ich die genauen URLs genannt. Abschließend versprach ich, mich in Zukunft an die Google-Richtlinien halten zu wollen.

Erster Antrag abgelehnt

Nur fünf Tage später erhielt ich die Antwort von Google. Die Website ist auf Einhaltung der Richtlinien überprüft worden. Leider verstoße sie weiterhin gegen diese. Eine Nachricht, mit der ich zwar insgeheim rechnete, die aber dennoch für eine miese Stimmung sorgte. Das Projekt hat rund 1/5 der Domain-Pop verloren, die Rankings sind weiterhin jenseits von gut und böse.

Die nächsten Wochen nahm ich kompletten Abstand von dem Projekt. Ich habe keine Links abgebaut, ebenso keine Links aufgebaut. Meine Energie floss in andere Projekte. Überlegungen das Projekt per 301-Redirect auf eine andere Domain umzuziehen verwarf ich schnell. Dies konnte keine dauerhafte und nachhaltige Lösung sein.

Vorbereitungen für den zweiten Antrag

Nach viel Ablenkung, privat und geschäftlich, wagte ich einen weiteren Versuch die Domain von der manuellen Abstrafung zu befreien. Meine Schritte müssen radikaler ausfallen, als es beim ersten Versuch noch der Fall gewesen war. Ich hatte wenig zu verlieren. Dem viel gepredigten „abwarten und Tee trinken, dann kommen die Rankings wieder“ habe ich von Anfang an nicht geglaubt.

Der genaue Ablauf:

  1. Die komplette Linkliste aus den Webmaster-Tools herunterladen. Diese Daten habe ich als Basis genutzt. Keine weiteren SEO-Tools.
  2. An meinen Monitor habe ich einen Zettel geklebt, Aufschrift: „Benötigt die Welt diesen Link? Würde ein Nicht-SEO den Link in dieser Form in seine Homepage einbinden?“
  3. Die Link-Tabelle habe ich in 50er oder 100er URL Blöcke aufgeteilt. Jeden Tag habe ich mir 1-2 Blöcke vorgenommen und mir zu jedem Link die o.g. Fragen gestellt. Ich habe jeden Link mit „löschen“ oder „behalten“ gekennzeichnet. Desweiteren habe ich eine Herkunft angegeben, z.B. „Aus Linktausch“ oder „Kauf-Link“. Zum Abschluss notierte ich Ansprechpartner aus dem Impressum.
  4. Parallel habe ich eine Agentur beauftragt mein Linkprofil zu analysieren. Für rund 1.000 Euro habe ich ein Auswertung meiner Links erhalten, mit Handlungsempfehlung (entfernen oder behalten) zu jedem Link.
  5. Nach Fertigstellung meiner Auswertung habe ich diese mit der Fremd-Analyse abgeglichen. Die Einstufungen glichen sich größtenteils. Bei Abweichung habe ich mich in der Regel für die Entfernung des Links entschlossen.
  6. Die Tabelle habe ich abschließend nach zu entfernenden Links und Ansprechpartnern sortiert. Erneut habe ich die Tabelle in 50er oder 100er Blöcken abgearbeitet und jedem Webmaster eine Email mit Bitte um Linkentfernung zukommen lassen.
  7. Eine Woche nach dem Email Versand habe ich geprüft, ob der Link entfernt wurde. War dies nicht der Fall, habe ich erneut eine freundliche E-Mail als Erinnerung versendet.
  8. Wieder eine Woche weiter habe ich eine dritte E-Mail mit freundlicher Bitte um Linkentfernung gesendet. Alternativ habe ich den telefonischen Kontakt gesucht.
  9. Die finale Tabelle enthält die Spalten „URL“ und „Details“. Unter Details habe ich beispielsweise „gekaufter Link“ notiert. In dieser Tabelle habe ich nur Links aufgeführt, die ich tatsächlich entfernen konnte. Ursprünglich befanden sich hier ebenfalls Links, die sich nicht abbauen ließen. Diese Darstellung habe ich korrigiert, siehe 10.
  10. Zwischenzeitlich hat Google das Disavow-Tool vorgestellt. Für mich war schnell klar, dass ich diese Möglichkeit nutzen werde. In einer TXT-Datei habe ich sämtliche Links aufgeführt, die ich nicht abbauen konnte. Zum Großteil fanden sich hier Bookmark-Portale und Artikelverzeichnisse wieder.
  11. Ende Oktober 2012 ist es ernst geworden. Ich habe den zweiten Reconsideration Request gestellt. Kurz ging ich auf die erste Ablehnung ein, habe dann auf die Tabelle und das Disavow-Tool verwiesen. Außerdem nannte ich „Ross und Reiter“, d.h. Agenturen oder Linkhändler die am Linkaufbau beteiligt waren.
  12. Nach ca. vier Wochen (zur Erinnerung, die Bearbeitung des ersten Antrags hat nur wenige Tage gedauert) kam die positive Meldung. Die manuelle Strafe für die Domain ist aufgehoben.

In Summe habe ich Links von mehr als 170 Domains entfernt. Weitere rund 150 durch das Disavow-Tool entwerten lassen. Dies ist ein signifikanter Anteil der gesamten Domainpopularität.

Meine Erkenntnisse und Empfehlungen

Google kann Links inzwischen sehr gut bewerten. Vermutlich befinden sich Tools im Einsatz, von dessen Funktionsumfängen jeder SEO nur träumen kann. Google weiß mehr über uns und unsere Projekte, als wir denken. Aus meiner heutigen Sicht ergibt es keinen Sinn, einen Request halbherzig durchzuführen. Entweder werden alle Links, bei denen aktiv Einfluss genommen wurde, entfernt oder das Projekt abgeschrieben und etwas Neues aufgebaut!

Auch von der oft genannten Salami-Taktik, Links z.B. in 25er Schritten abzubauen und dann einen Request zu stellen, rate ich ab. Theoretisch hat dies zwar den Vorteil, dass nicht zu viele Links abgebaut werden, mein Beispiel zeigt jedoch, dass bereits ein zweiter Request deutlich längere Zeit bei der Bearbeitung beansprucht. Außerdem prüft meines Wissens nach immer das gleiche Team die Wiederaufnahmeanträge einer Website. Spätestens nach dem fünften Request wird dieses Vorgehen durchschaut. Ob sich dies positiv auf Folgeanträge auswirkt?

So verhält sich das Projekt heute

Seit rund zwei Monaten ist die manuelle Bestrafung der Domain aufgebhoben. Die ursprünglichen Rankings sind noch nicht erreicht. Das Projekt ist jedoch, wie erwähnt, auch vom Penguin-Update betroffen. Seitdem die manuelle Abstrafung aufgehoben wurde, hat Google hier noch kein Update eingespielt. Dennoch haben sich Sichtbarkeit der Domain und Positionierungen einiger Keywords verbessert.

Vor dem Penguin-Update befand sich das wichtigste Keyword in den Top-5. Danach zwischen Seite acht und zwölf. Inzwischen pendelt es zwischen der zweiten und vierten Seite, kurzfristig sogar auf Seite eins. Ein weiteres Phänomen: Neue Artikel werden schneller indexiert und gut in den Serps positioniert. Während der manuellen Abstrafung war dies nicht der Fall. Selbst bei einer Suche nach dem exakten Seiten-Titel ließ sich der Beitrag nicht immer auf Anhieb finden. Weiterhin erhält das Projekt wieder deutlich mehr Besucher über Long-Tail-Keywords.

Meine Hoffnungen liegen in dem nächsten Penguin-Update. Da ich viele Keyword-Links abgebaut habe, ist eine weitere Ranking-Verbesserung wahrscheinlich.

Hintergrund und Fazit

Ich beschäftige mich seit rund zehn Jahren mit den verschiedensten Themen des Online-Marketings, SEO ist eines von vielen. Das Projekt bewegt sich vom Schwierigkeitsgrad in den Bereichen Shopping, Finanzen, Versicherungen.

Die Anonymität dieses Blogposts hat mehrere Gründe. Einerseits habe ich nach dem Penguin-Update anonyme „Beglückwünschungen“ erhalten. Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Andererseits gab es vereinzelt heftige Reaktionen und Drohungen, auf Anfragen zur Linkentfernung. Ungern möchte ich bei diesen Leute erneut in den Fokus rücken.

Das aktuelle „noblego“ Beispiel zeigt, zu welchen Mitteln einige Leute aus der Szene greifen. Zusätzlich erzeugen Gewinner/Verlierer Listen mancher Tool-Anbieter ohnehin ausreichend Aufmerksamkeit und haben bei vielen betroffenen Webmastern für Missstimmung gesorgt.

Trotz dieser negativen Erfahrungen, möchte ich mein Wissen gerne teilen. Insbesondere in meinen Anfängen konnte ich viel aus Blogs und Foren lernen. Ich hoffe einen Teil hiermit zurückgeben zu können. Zum Thema Penguin-Update und Reconsideration Request gibt es nur wenige, öffentliche Beiträge. Diese hätte ich in den letzten Monaten gut gebrauchen können, nun hilft dieser Artikel vielleicht anderen Webmastern bei ihrer Arbeit.

Eine Geschäftsbeziehung zu Webhelps besteht nicht. Einen der Geschäftsführer durfte ich persönlich kennenlernen und weiß ihn und seine Ansichten zu schätzen. Aus diesem Grund habe ich dieses Blog für die Veröffentlichung gewählt.

In den letzten Monaten habe ich viel gelernt, meine SEO-Horizont deutlich erweitert. Insbesondere das kritische durchleuchten von Projekten fällt mir heute deutlich leichter. Sicherlich habe ich auch einige Links abgebaut, die Google nicht als negativ eingestuft hat. Dies ist mir jedoch relativ egal. Heute verfüge ich über ein Linkprofil, was ich ohne schlechtes Gewissen jedem Google-Mitarbeiter zeigen kann. Hierauf lässt sich in Zukunft aufbauen.

Fazit

Ich würde jederzeit wieder in dieser Form handeln. Zwei Dinge sind für mich klar: 1. Ohne die kritischen Links hätte das Projekt nicht bis zum Penguin-Update auf den vordersten Positionen mitgemischt. 2. Die manuelle sowie die algorithmische Abstrafung waren berechtigt. Die Spielregeln haben sich geändert. Hieraus resultiert eine zeit- und kostenintensive Überarbeitung vieler Projekte. Am Ende des Tages sind jene Webseiten nachhaltiger optimiert und für kommende Updates gut gerüstet.

SEO Beraterbrief

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Jonas Weber

Diplom-Kaufmann Jonas Weber ist Geschäftsführer von webhelps! Online Marketing. Er ist Experte für Suchmaschinen-Optimierung und Online Marketing. Bis 2009 hat Jonas Weber beim Suchmaschinenmarktführer Google im Search Quality Team in Dublin gearbeitet. Ebenfalls war er im Online-Marketing Bereich von Konzernen wie Lufthansa und Bertelsmann tätig.

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Über Jonas Weber

Diplom-Kaufmann Jonas Weber ist Geschäftsführer von webhelps! Online Marketing. Er ist Experte für Suchmaschinen-Optimierung und Online Marketing. Bis 2009 hat Jonas Weber beim Suchmaschinenmarktführer Google im Search Quality Team in Dublin gearbeitet. Ebenfalls war er im Online-Marketing Bereich von Konzernen wie Lufthansa und Bertelsmann tätig.

17 Gedanken zu „Google Penalty: So wird der Reconsideration Request zum Erfolg – ein Praxisbeispiel

  1. Ein Webdesigner aus Freising

    Interessant! Spannend! Mutig! Vielen Dank für den offenen und ehrlichen Einblick.

    Das bestärkt mich in meiner/unserer Strategie, SEO pragmatisch zu sehen und nur Dinge zu tun, die Besuchern statt Suchmaschinen zugute kommen. So ist man zwar nicht zwingend ganz, ganz vorne in den Suchergebnissen dabei aber man kann ruhig schlafen, wenn Google Updates loslässt.

  2. Christoph

    Sehr schöner Artikel. Ich denke der kann sehr vielen Webmastern/SEOs als Best Practice after Penguine dienen.

    Schmunzeln musste ich nur beim Satz “Die Spielregeln haben sich geändert.”. Denn eigentlich hat sich daran ja nichts geändert, Google durchschaut eben nur so langsam das Spiel mit gezinkten Karten. ;-)
    Wo früher nur gedroht wurde, macht Google heute Ernst, weil Google mittlerweile wohl deutlich mehr erkennt, als noch vor 2 Jahren.

  3. IchBinAuchAnonym

    Erstmal: Klasse Artikel, vom Ansatz her…allerdings bin ich der Meinung dass es nach wie vor äußerst an Chrakterstärke mangelt wenn man :

    “Neben einem freundlichen Schreiben, habe ich ein Dokument mit den entfernten Links übermittelt. Außerdem habe ich eine Agentur genannt, welche Social-Bookmark-Links aufgebaut, aber nicht bereit war diese zu entfernen.”

    sowas macht, weil :

    1.) Wieso musst du, obwohl die Links entfernt sind, noch fremde Webmaster “in den Arsch treten” und eine Liste mitschicken? Also, obwohl sie entfernt wurden ?!

    2.) Social Bookmarks sind nicht mehr (für ernste Projekte) angebracht – weiß jeder. Du hast die Agentur doch mit dem aufbau beauftragt (oder?) und NICHT für den abbau… da liegt der Hund begraben…du nähst doch auch keinen Anzug und änderst ihn 6 Monate später nochmal weil … keine Ahnung… die Arme kürzer geworden sind!

  4. Jörg

    Danke an den anonymen Verfasser, es war sehr interessant diesen Beitrag zu lesen. Wir standen ja mit unserem Projekt vor einem sehr ähnlich gelagerten Problem und sind auch einen ähnlichen Weg zu Lösung gegangen. Ich habe lange überlegt, ob und wann ich dazu einen Blogbeitrag verfassen möchte und mich bisher noch nicht durchringen können. Du hast Recht, es gibt leider einige komische Typen in der SEO-Szene, die sehr aggressiv auf von ihrer Meinung abweichende SEOs reagieren.

    Insbesondere beim disavow-Tool wird das deutlich. Ich denke das Tool ist bei einigen ganz spezifischen Problemsituationen wirklich ein sehr gut geeignetes Instrument, was aber mit Bedacht und Vorsicht genutzt werden sollte. Und bei vielen anderen Situationen ist es schlicht nicht geeignet oder auch schädlich. Aber deswegen kann man es nicht pauschal verdammen.

    Du kannst Dich ja gerne bei mir melden für einen weiteren Erfahrungsaustausch. Ich glaube wir hätten uns da einiges zu erzählen. Jonas von webhelps kann Dir auch sagen, um welches Projekt es sich bei mir handelt. ;-)

  5. Mrdotcom

    Tja, siehst du und ich war Top 10 eines sehr starken Keywords und fliege auf Seite 15..Wieso? Weil irgendwelche Neider Russen+Worldlinks raufballern. Armes SEO-Deutschland…..Lauter Pisser….Sry, musste Mal gesagt werden.

    Cooler Artikel

  6. Soeren

    Fein, bei mir sind es jetzt 4 Projekte in 2012 gewesen, die ich auf diese Art im Auftrag wieder aus der Penalty bekommen habe. Bei zwei weiteren bin ich derzeit noch dran. Der Aufwand ist enorm aber das Resultat stimmt. Und um was anderes geht es nicht! :-)

    Kann dein Vorgehen daher auch nur als empfehlenswert einstufen.

  7. ADT Media

    Schön das ganze mal ausführlich wie in einem Tagebuch zu lesen. Die Vorgehensweise kann man sich gut abgucken und ich werde das die nächsten Wochen mal versuchen!
    Danke!

  8. Florian

    Noblego ist aktuell das Projekt, das gerade wohl heftig diskutiert wird. Was sollte an dieser Stelle getan werden? Das Disavow-Tool ist wohl hier auch keine Lösung mehr…. :(

  9. Lukas

    Das ist auch die gerechte Strafe wenn man SEO um jeden Preis betreibt und nicht in die Zukunft denkt.

    Ich habe jedes Google Update geliebt da alle meine Projekte Google Update Gewinner waren und sind ;-).

  10. Stefan

    Dieser Bericht ist sicherlich für jeden SEO und jeden Webmaster sehr interessant. Google sollte man keinesfalls unterschätzen. Letztes Jahr habe ich auch erlebt das nach dem Panda Update, das ja noch vor dem Penguin Update kam 100 Artikelverzeichnisse einer anderen Agentur auf einmal aus dem Index verbannt worden sind. Hierbei handelte es sich um Artikelportale auf denen gegen monatliche Zahlungen Artikel veröffentlicht werden konnten. Leider haben viele Mitglieder gleich jeden Artikel auf vielen dieser Verzeichnisse exakt gleich veröffentlicht.
    Google mag nun mal keine gekauften Links. Es ist sicherlich nicht zu empfehlen Backlinks zu kaufen oder zu tauschen da die schwarzen Schafe doch recht schnell auffallen würden.

  11. Viktor K.

    Sehr gut beschrieben, danke für die Infos. Hat jemand infos darüber ob mehrere Domains die auf den gleichen Inhalt zeigen auch ein Grund für ein Penalty sind?

  12. Andrés

    Großes Lob an den wirklich interessanten Artikel. Auch eine unserer Domains war betroffen.

    Hat der unbekannte Autor auf Social-Bookmarking-Blacklist bei der Bereinigung Links dieser Herkunft zurückgegriffen? Bisher kenne ich hierzu keine Quelle.

  13. on24

    Schöne Darstellung des Ablaufes, will mal hoffen das ich den so schnell nicht brauch. Aber Danke der Artikel ist gespeichert.

  14. Thomas

    Danke viel mal für den ausführlichen Artikel.

    Mich würde interessieren wie Deine Sichtbarkeit aktuell aussieht. Ist diese wieder ähnlich hoch wie in den Anfangsphasen?

  15. Alex

    Danke für die interessanten Inhalte… und die Ehrlichkeit.
    Es tröstst mich zu sehen, dass nachhaltigkeit doch der bessere Weg, selbst wenn das wesentlich länger dauert, gesehen zu werden :(

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