Branding Kampagnen – Sinnvoll oder sinnlos?

Geschrieben von am 30. April 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Google, Suchmaschinen-Marketing

“Warum sollen wir Werbung in Suchmaschinen auf unseren Markennamen schalten, wenn wir wir doch in der organischen Suche bereits die absolute Top-Platzierung belegen?”

Wie häufig wurde Ihnen diese Frage bereits gestellt, oder wie oft fragen Sie sich das selbst?

Diese ganz allgemeine Frage muss von Zeit zu Zeit aufgegriffen werden. Aus diesem Grund werfen wir einen Blick auf die drei Hauptgründe, weshalb Geld für Suchmaschinenwerbung mit Marken-Keywords ausgegeben wird.

Thema: Markenverletzung / Markennutzung

Eine zunehmende Anzahl an Wettbewerbern oder Wiederverkäufern werben auf eingetragene Markennamen seit sich die Richtlinien in Google für das Bewerben von Marken gelockert haben. Wenn Sie also auf Ihren eigenen Markennamen werben, sichern Sie sich dadurch Ihren Werbeplatz. Tun Sie dies nämlich nicht, dann wird es ein Wettbewerber sein, der diesen Werbeplatz einnimmt.

Schauen wir uns hierzu speziell den Fall adidas an. Wenn der offizielle Online Shop von adidas nicht werben würde, dann wäre der Wettbewerb am Zug und würde den prominenten Werbeplatz nutzen.

adidas-google-adwords

Man könnte meinen, dass die harte Arbeit, die man in den Markenaufbau investiert dadurch belohnt wird, dass die Rechtsprechung Marken schützt – dem ist aber leider nicht so. Der einzige Weg den Kampf in den Suchmaschinen für sich zu entscheiden ist also, diesen Werbeplatz mit eigenen Werbeanzeigen zu belegen.

Thema: Nutzerverhalten

Es gibt Nutzer, die klicken niemals auf Werbeanzeigen in den Suchergebnissen, andere sind das genaue Gegenteil. Und dann wiederum gibt es Nutzer, deren Klickverhalten situationsbedingt ist. Zudem verändert die Evolution der Universal Search die Suchergebnisse mehr und mehr. Mittlerweile beinhalten sie Videos, Tweets, bezahlte Suchergebnisse, organische Suchergebnisse, lokale Business Anzeigen, Bilder, News usw. Mit all diesen Optionen wird es für eine Marke zunehmend schwerer sich zu platzieren. Bezahlte Anzeigen sind also eine garantierte Möglichkeit, um sich innerhalb dieser Vielzahl von Ergebnissen zu platzieren.

Eine kürzlich erschienene Case Study, die von Google veröffentlicht wurde, beinhaltet einen Test zu Vineyard Vines (eine Bekleidungsmarke in den USA mit Online Shop). Der Test sollte nachweisen, wie sich Bezahl-Anzeigen in Suchmaschinen auf die Website auswirken. Das Ergebnis war äußerst interessant: Wurde die Anzeigenschaltung pausiert, erhielt die Website über die organische Suche lediglich 33% der vorher erzielten Klicks. Demnach sind 67% der Klicks auf das organische Suchresultat ohne Anzeigenschaltung verloren gegangen.

Thema: Auswirkung auf die Markenbekanntheit
Viele Studien belegen eine Erhöhung der Markenbekanntheit, wenn in den Suchergebnissen sowohl bezahlte als auch natürliche Ergebnisse in den Top-Positionen angezeigt werden. Konsumenten halten grundsätzlich viel von Marken, die sie häufiger sehen. Je öfter ein Konsument eine Marke wahr nimmt, desto besser – egal in welcher Form oder über welches Medium.

Die derzeit wohl am häufigsten zitierte Studie diesbezüglich ist die von Honda und Enquiro, welche von Marketing Charts beschrieben wurde. Diese Studie hat ergeben, dass Markenaffinität, Markenerinnerung und das Kauf-Vorhaben um 16 Prozent, 42 Prozent und 8 Prozent gestiegen sind, wenn Ergebnisse zu einer Suchanfrage sowohl auf den Top-Positionen der bezahlten als auch unbezahlten gelistet wurden.

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Alles in allem erscheint es unrentabel, wenn ein Markenbesitzer seinen eigenen Markennamen noch extra bewerben muss. Dennoch macht es Sinn – wie diese Studien belegen.

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