Abstrafung bzw. Penalty durch Google – die häufigsten Gründe

Erstmal: Allen ein gutes neues Jahr 2010! Auch all jenen Website-Betreibern, die zu Beginn des Neuen Jahres erstmal einen Schock erlitten haben, weil ihre Website gänzlich aus den Google Suchergebnissen verschwunden ist oder nicht mehr auf der beliebten ersten Seite der Suchergebnisse zu finden ist. Schon in den ersten Tagen des neuen Jahres kamen bereits verzweifelte Website-Betreiber auf uns zu und baten um Unterstützung bei der Wiederaufnahme in die Google Suchergebnisse.

SEO Google

Eine Abstrafung oder auch Penalty von Websites durch Google geschieht häufiger als angenommen und ereilt viele Website-Betreiber ohne Vorwarnung. Doch so ganz unwissend sollten die Website-Betreiber nicht sein. Denn jeder, der seine Seite in Google gelistet haben möchte, sollte sich an die Google Webmaster Richtlinien halten. Besonders wichtig im Zusammenhang mit einer Abstrafung sind die hier angegebenen Qualitätsrichtlinien. 

Häufige Gründe für eine Abstrafung einer Website durch Google sind:

1. Keyword – Stuffing: Ist eine Seite überproportional mit Keywords gefüllt, so wird dies von Google erkannt und eine Abstrafung liegt nahe. Natürlich sollten die Texte einer Website die relevanten Keywords enthalten, jedoch in angemessenem Umfang!
2. Link Buying: Gekaufte Links sind in der Regel schnell identifiziert. Eine überproportionale Steigerung von Links innerhalb kurzer Zeit oder auch viele Links aus dem Ausland ohne relevanten Seiteninhalt sind ein eindeutiges Indiz für gekaufte Links.
3. Spamming: Links für die eigene Website erarbeiten, durch übermäßiges Kommentieren von Artikeln und Forumseinträgen mit Linksetzung wird von Google als Spamming deklariert. Diese Links werden abgewertet und gegebenenfalls wird die Website abgestraft. In Maßen und strategisch ausgewählt sind Kommentare und Forumseinträge jedoch sinnvoll!
4. Cloaking: Werden der Suchmaschine andere Inhalte sichtbar gemacht als den Nutzern, bezeichnet man das als Cloaking. Google bestraft ein solches Vorgehen – die Websites sollen Inhalte für die Nutzer bereitstellen und nicht einzig auf eine Suchmaschine ausgelegt sein.
5. Hidden Text: Nach wie vor ein beliebtes Spiel – weißer Text auf weißem Untergrund oder mit CSS versteckt. Für den User nicht lesbar, die Suchmaschine jedoch vermutet dahinter relevante Inhalte für den Nutzer. Wird Google darauf aufmerksam, wird die Seite abgestraft.
6. Duplicate Content: Kein Grund für eine Abstrafung, aber ein Grund weshalb „neuer relevanter Text“ eine Website nicht besser ranken lässt. Ist ein Text auf einer anderen Seite bereits vorhanden und von Google indexiert, so bringt der identische Text auf der eigenen Website keinerlei Vorteile. Neue Inhalte auf einer Website sollten immer „unique“, also einzigartig sein.
7. History of penalties: Hat eine Website bereits eine lange Liste an Vergehen in der Vergangenheit, so liegt es nahe, dass diese Seite von Google genauer betrachtet wird. Die kleinsten Verstöße gegen die Google Webmaster Richtlinien können in so einem Fall dann zu einer kompletten Entfernung aus den Google Suchergebnissen führen.
8. Hacker: In diesem Fall sind die Webmaster tatsächlich unwissend und sind nur begrenzt verantwortlich für eine Abstrafung ihrer Website. Wenn ein Hacker die Inhalte einer Website manipuliert hat, geht Google von einem Verstoß gegen die Webmaster Richtlinien aus und straft die Website ab, um die Qualität der Suchergebnisse zu schützen.

In allen Fällen gilt: Sollte Ihre Website abgestraft worden sein, dann überprüfen Sie sie anhand der Google Webmaster Richtlinien und korrigieren Sie Ihre Verstöße und stellen Sie dann einen Antrag auf erneute Überprüfung Ihrer Website bei Google. webhelps! Online Marketing unterstützt Sie gerne bei einer Überprüfung Ihrer Website und bei der Beantragung einer Neuaufnahme in die Google Suchergebnisse.

Jonas Weber

Diplom-Kaufmann Jonas Weber ist Geschäftsführer von webhelps! Online Marketing. Er ist Experte für Suchmaschinen-Optimierung und Online Marketing. Bis 2009 hat Jonas Weber beim Suchmaschinenmarktführer Google im Search Quality Team in Dublin gearbeitet. Ebenfalls war er im Online-Marketing Bereich von Konzernen wie Lufthansa und Bertelsmann tätig.

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Über Jonas Weber

Diplom-Kaufmann Jonas Weber ist Geschäftsführer von webhelps! Online Marketing. Er ist Experte für Suchmaschinen-Optimierung und Online Marketing. Bis 2009 hat Jonas Weber beim Suchmaschinenmarktführer Google im Search Quality Team in Dublin gearbeitet. Ebenfalls war er im Online-Marketing Bereich von Konzernen wie Lufthansa und Bertelsmann tätig.

30 Gedanken zu „Abstrafung bzw. Penalty durch Google – die häufigsten Gründe

  1. Sven

    Das Problem mit dem Hacking hatte ich die Tage auch bei einem Kunden. Immer schön seine Software up2date halten ist das wichtigste …

  2. Pingback: t3n.de/socialnews

  3. André

    Bzgl. Hacking: In den Google Webmaster-Tools findet sich unter “Google Labs” seit einiger Zeit auch eine Funktion “Malware-Details”. Sofern Google Ungereimtheiten dieser Art auffallen, werden sie an dieser Stelle gelistet. Im Falle einer unerwarteten Abstrafung sollte man also zuerst einen Blick in die Malware-Details werfen.

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  5. Frank

    Überhaupt kein Quatsch…
    Mir ist das so gegangen. Aussage von Google: Subdomains werden als Teil der Hauptdomain gewertet. Wenn also der Content der Subdomain, wie in meinem Fall, nichts mit dem Content der Hauptdomain zu tun hat, sieht Google das als Spamdexing, Rankpushing an. Ich denke, die Erklärung in meinem Artikel sollte ausreichend sein.

  6. Georgios

    Sehr guter Beitrag Kira!
    Zur externen Verlinkung möchte ich noch hinzufügen: Backlins sollten aus thematisch relevanten Seiten stammen.

  7. Mißfeldt

    @Frank: ich halte das mit den Subdomains auch für Quatsch. Aber selbst wenn: wie kann man Kundenprojekte, die indexiert werden sollen, denn auf Subdomains laufen lassen? Kundenprojekt auf Subdomains sollte man eh auf noindex setzen bzw. von vornherein in geschütze Verzeichnisse.
    Abgesehen davon: siehe die zahlreichen Subs von kulando.de oder twoday.net etc. Das sind Subdomains, die wohl kaum abgestraft werden…

    @Max: ganz gute Übersicht. Ich finde jedoch, dass die Trust-Nummer zu kurz kommt. Die Frage ist, ob man Trust verspielen kann, ohne das man eine Penalty hat. Ist das vllt. eine Art Vorstufe? Ist der Unterschied vielleicht, dass Trust immer automatisch ermittelt und Penalties immer manuell vergeben werden? Werden Sie überhaupt immer nur manuell vergeben? Ich habe auf jeden Fall so manche Richtlinie gebrochen (nicht zum Selbstzweck, sondern inhaltlich motiviert, z.B. hidden Text, oder Links auf Seiten, die sonst dafür bezahlen). Trotzdem habe ich noch nie eine Penalty bekommen. Ich erkläre mir das immer so: irgendwelche Warnglocken läuten bei Google, wenn gegen eine Richtlinie verstossen wird. Dann kommt ein QR, checkt die Sache und vergibt eine Penalty oder eben auch nicht. Was meinst Du?
    Gruß, Martin

  8. ZENSEO

    danke für die auflistung längst bekannter tatsachen und das gute beispiel für linkbaiting, jetzt haben die geeks wieder was zu verlinken……

  9. Kai Spriestersbach

    Nette Übersicht… sind aber sicher einige Punkte zu kurz gekommen.

    Bad-Neighborhood und Co-Citation beispielsweise!

    Achja … es heißt “Duplicate Content” und nicht “Dublicate Content”

  10. Frank Zimper

    Wie sicher bist Du dir mit der Abstrafung bei den Punkten 2 und 3? Dass Google solche Links nicht wertet, glaube ich auch, aber abstrafen? Da könnte ich ja entsprechende Links zu einer Konkurrenz-Websites setzen.

    Gruß, Frank

  11. Alex Schestag

    Ihr schreibt:

    “5. Hidden Text: Nach wie vor ein beliebtes Spiel – weißer Text auf weißem Untergrund oder mit CSS versteckt. Für den User nicht lesbar, die Suchmaschine jedoch vermutet dahinter relevante Inhalte für den Nutzer. Wird Google darauf aufmerksam, wird die Seite abgestraft.”

    Das ist teilweise falsch. Der Google-Bot erkennt nur, daß ein Text versteckt ist, wenn die Farbauszeichnungen im HTML vorgenommen werden, was man ohnehin lassen sollte. Er ist nach wie vor NICHT in der Lage, mit CSS versteckten Text von normalem Text zu unterscheiden, weil der Google-Bot CSS NICHT parst! Manchmal ist es übrigens sogar notwendig, Text zu verstecken, etwa zusätzliche Links, die blinden Menschen helfen, sich besser zurechtzufinden, die sehende Menschen aber nicht sehen sollen. Versteckt man diesen Text dann mit CSS, passiert nichts.

  12. Alex Schestag

    @Frank doch, das mit den Subdomains ist definitiv Quatsch. Daß Ihnen das so gegangen ist, mag ja sein, aber dann waren andere Gründe im Content der Subdomains dafür verantwortlich.

  13. Schnurpsel

    Zwar kein Penalty im eigentlicen Sinne, aber wenn man Sachen verwendet, die durch SafeSearch gefilter werden, ist man auch weg vom Fenster.

    Wer schaltet schon bewußt SafeSearch bei der Google-Suche aus? Kein normaler Durchschnittsnutzer.

  14. Sebastian Gebhard

    @Alex: Ich bin kein professioneller SEO, aber den Fall dass Google unsichtbaren Text abstraft hatte ich erst vor kurzem bei einem Kunden.
    Das CMS hat grafische Überschriften und zusätzlich den hx-Tag ausgegeben, der per text-indent versteckt wurde.
    Die Folge war, dass insgesamt das Ranking des Kunden schlecht war und bei der gerankten Seite das Keyword nur im Fließtext war, obwohl eigentlich eine andere Seite als Landingpage konzeptioniert war (wo das Keyword entsprechend auch in der Überschrift vorkam).

  15. Jonas Weber Artikelautor

    @ Frank

    zu Punkt 2: Das Wort Abstrafung wird nicht im Text verwendet, lediglich, dass gekaufte Links identifizierbar sind. Trotzdem ist es kein Geheimnis und wird selbst von Google kommuniziert, dass bei Verstößen gegen die Richtlinien (Linkkauf ist ein Verstoß) eingegriffen wird.

    zu Punkt 3: unser sehr geschätzter Kollege Sistrix hat hier eine ausgezeichnete Analyse gepostet http://www.sistrix.de/news/782-gruesse-an-bernd-sonnensegel.html

    @ Alex
    Erklärung ohne Insights: Es gibt einige Websites, die von Google schon E-Mails erhalten haben, weil sie Text versteckt haben (mit CSS) und dafür abgestraft wurden. Beispiele finden sich auf Blogs genug. Ob der Bot es lesen kann oder nicht, spielt hier im Text keine Rolle.

  16. Gretus

    Hallo,

    über Kleinigkeiten bzw. Begrifflichkeiten kann man sich immer streiten. Im Großen und Ganzen eine gute Zusammenfassung…

    Grüße

    Gretus

  17. Mario

    Hallo.

    Tolle Übersicht für Penaltys. Im großen und ganzem sind alle wichtigen Punkte zusammengefasst. Ein paar Dinge hab ich noch nicht gewusst.
    Sehr interessant. Danke.

    Schöne Grüße
    Mario

  18. Marcel

    Ich kann mir auch gut vorstellen, bin mir sogar fast sicher, dass ein nicht unerheblicher Teil der Penalties durch QR vergeben wird. Wie Mißfeld es bereits auch schon sagt, kann ich mir ebenfalls sehr gut vorstellen das mehrere Alarmglocken algorithmisch gesetzt werden und dann ein Mensch darüber entscheidet. Es gibt weitaus mehr Quality Rater als viele denken!

    Total offensichtliche Verstöße werden allerdings nur über den Algorthmus gelöst, da diese sehr leicht zu erkennen sind.

    Insgesamt schöner Artikel!

    Marcel

  19. Jonas Weber Artikelautor

    @Marcel
    Quality Rater und Webspam Team sind unterschiedliche Teams.

    Ich versuche die offiziellen Worte von Matt Cutts in dem von Kira übersetzten Interview zu benutzen (mehr ist mir nicht gestattet): http://www.webhelps.de/2009/10/09/google-search-quality-prozess/

    “Es ist so, dass das Webspam Team die Möglichkeit hat zu sagen, dass eine bestimmte Seite Spam ist und sie aus diesem Grund heruntergestuft oder abgestraft wird.”

  20. Thomas

    Ja, das waren wohl die wichtigsten Hinweise. Die penalties werden durch robots erkannt und automatisch vergeben. Mit dem Neuantrag bei Google hab ich bei Google aber bisher wenig Erfolge erzielt, obwohl die Richtlinien eingehalten wurden. Penalties rückgängig machen geht wohl kaum oder dauert eben ewig.

  21. andreas

    Hi! Diesen Artikel hat mir sehr gut gefallen. Eigentlich finde ich diese Seite wirklich schön. Hier kann man viel Wissenswertes finden.

  22. Loewenherz

    Eure Informationen sind in der gegebenen Formulierung teilweise sachlich falsch.

    zu Punkt 2: Ja, Google mag keine gekauften Links, vor allem, wenn sie dofollow sind. Wirkliche Abstrafungen sind in der Form von PageRank-Verlusten bekannt, weniger in der Form von SERP-Penalties. Die Aussage, dass solche Links “schnell identifiziert” sind, ist ein Wunschtraum von Google.

    zu Punkt 3: Nicht das Kommentieren an sich ist das Problem, sondern die gehäufte Verwendung von Keywords als verlinkter Name. Genau darauf bezieht sich auch das von euch genannte Posting meines geschätzten Kollegen Sistrix – wobei es hier auch um einen Fall ging, der Aufsehen erregt hat. Ansonsten hat Kommentieren keine mir bekannte Nachteile.

  23. Jonas Weber Artikelautor

    @Loewenherz

    Dem Artikel sachlich falsche Aussagen zu unterstellen ist nicht in Ordnung. Deine Vorwürfe werden so konkret gar nicht im Artikel wiedergegeben:

    zu 2: von “SERP-Penalties” war in Punkt 2 nie die Rede. Ich denke, dass wir beide bei vielen gekauften Links, die Unnatürlichkeit feststellen können. Somit traue ich das auch meinen ehemaligen Kollegen bei Google zu.

    zu 3: “gegebenenfalls wird die Website abgestraft” wird im Artikel erwähnt. Dies ist z. B. ein starker Missbrauch der Kommentarfunktion, wie im “Sonnensegel-Fall” passiert. Das dies bei normalem Kommentieren nicht passiert, da stimme ich Dir zu, eher sobald das Kommentieren in Richtung Spam geht. So wurde der Titel von Punkt 3 auch gewählt.

  24. Chris

    1. Den Artikel finde sehr informativ und toll zusammengefasst. Auch ich habe wieder was dazugelernt. Man lernt halt nie aus.

    2. Muss ich sagen, dass ich den Blog super finde. Ich lese des Öfteren hier Artikel, weil es immer wieder Informatives zu lesen gibt.

    Klasse!

  25. Pingback: » Die Datenkrake und der Datenschutz | seoFM - der erste deutsche PodCast für SEOs und Online-Marketer

  26. Blogtronic

    Nach 3 bis 6 Monaten ,,Google Knast,, wird man meistens wieder unter den eigenen wichtigen Keywords bei Google sichtbar. Google gibt sehr selten ein lebenslängliche Verurteilung.

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