Website Usability Checkliste

Geschrieben von Fabian Frick am 23. Juli 2010 | Abgelegt unter Allgemein

Eine Checkliste zur Website Usability bzw. Benutzerfreundlichkeit von Webseiten? Warum ist in benutzerfreundliche Webseiten zu investieren? Sie verkaufen besser!

Den Besuchern werden weniger Hürden in den Weg gelegt, um zum Kauf/Lead-Abschluss zu gelangen. Anbei eine Anleitung, um die eigene Website in wenigen Minuten auf Benutzerfreundlichkeit zu überprüfen.

535-11_1
Alles klar?

Die Website Usability Checkliste ist in vier Teile untergliedert: (1) Zugänglichkeit, (2) Identifizierung, (3) Navigation und (4) Inhalt.

(1) Zugänglichkeit

Dieser Teil der Website Usability Checkliste enthält Tipps, wie Sie die Besucher länger auf Ihrer Webpage halten können, ohne einen großen Aufwand zu betreiben. Im Besonderen geht es um den ersten Eindruck den ein Nutzer vermittelt bekommt.

Angemessene Ladezeit
Wenn es eine Ewigkeit dauert bis eine Seite geladen ist, verlassen die Nutzer die Webpage. Auch wenn jetzt jeder Breitbandempfang hat, sind eine geringe KB-Anzahl und damit eine kurze Ladezeit wichtig. Der Geduldsfaden der Nutzer wird durch den schnellen Internetzugang immer kürzer.

Kontrast zwischen Text und Hintergrund
Dunkelgrauer Text auf einem hellgrauen Hintergrund mag stilvoll sein, ist jedoch nur schwer zu lesen. Da die Sehstärke der Nutzer und die Qualität der Monitore sehr stark schwanken, sollten Sie den Unterschied zwischen Text- und Hintergrundfarbe, so deutlich wie möglich machen. Das altbewährte schwarz auf weiß ist meistens am Besten.

Leichte Lesbarkeit durch Schriftgröße und Zeichenabstand
Die Meinungen über die passende Schriftgröße gehen weit auseinander. Sie sind jedoch auf der sicheren Seite, wenn die Schrift eher zu groß als zu klein ist. Wenn die Seite schwer zu lesen ist, springen die Nutzer ab. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass der Zeilenabstand groß genug ist.

Flash und Add-ons nur sparsam benutzen
Egal wie gut die Seite ist, niemand wird 5 Minuten warten bis ein Plug-in geladen ist. Es ist ratsam bei den Standartmethoden HTML oder CSS zu bleiben. Die Standards sind auch für Suchmaschinen leichter zu finden.

Bilder mit den passenden ALT Tags versehen
Nicht nur die Programme für sehbehinderte Internetnutzer nutzen ALT Tags, sondern auch Suchmaschinen. Durch die ALT Tags können die Suchmaschinen das Bild erkennen. Das ist besonders bedeutend, wenn Bilder für wichtigen Inhalt, wie beispielsweise Menüpunkte, verwendet werden.

Webpage hat eine eigene Not-Found/ 404 Seite
Wenn ein Teil Ihrer Webpage nicht funktioniert und dann die Standard Not-Found Seite auftaucht, verlieren Sie mit Sicherheit Nutzer. Erstellen Sie eigene 404 Seiten, diese sollten den Besucher zurück zu Inhalten Ihrer Seite führen.

(2) Identifizierung

Die erste Frage die sich ein Besucher Ihrer Webpage stellt ist „Wer sind Sie?“. Es ist wichtig diese Frage schnell zu beantworten und dabei den Weg zu Antworten auf weitere Fragen („Was machen Sie?“, „Warum sollte man Ihnen vertrauen?“) klar auf zu zeigen.

Das Logo ist gut sichtbar
Ihr Logo oder Ihren Markennamen sollten Sie auf der Webpage leicht sichtbar anbringen. Der beste Platz ist die obere linke Ecke des Bildschirms, da die Besucher erwarten es dort zu finden. Und Nutzer mögen es, wenn ihnen das Leben leicht gemacht wird.

Ein Slogan/Claim verdeutlicht das Ziel des Unternehmens
Beantworten Sie die Frage, nachdem was Sie tun mit einem Slogan. Vermeiden Sie Fachsprache und versuchen Sie Ihre Werte in wenigen Worten auszudrücken. Das ist auch vorteilhaft für die Suchmaschinenoptimierung.

Homepage ist in 5 Sekunden verständlich
Im Zusammenhang mit Benutzerfreundlichkeit von Internetseiten wird oft über die 5 Sekundenregel gesprochen. Obwohl nicht sicher ist wie viele Sekunden man genau zur Verfügung hat, um dem Besucher die Kernelemente der Homepage zu vermitteln, ist sicher, dass es schnell gehen muss. Internetnutzer sind ein sprunghaftes Volk und müssen die Grundinformationen so schnell wie möglich aus Ihrer Seite ziehen können.

Klarer Pfad zu Unternehmensinformationen
Auch wenn das gute, alte „Über uns“ langweilig und altmodisch erschient, ist es für Besucher so noch immer am einfachsten mehr über Sie zu lernen.

Klarer Pfad zu Kontaktinformationen
Genau wie Besucher wissen wollen, wer Sie sind und was Sie machen, wollen sie auch wissen wie sie Sie erreichen können. Am Besten stellen Sie Ihre Kontaktdaten als Text und nicht als Bild auf Ihre Webpage, da die Angaben dann auch von Suchmaschinen gefunden werden.

(3) Navigation

Sobald die Besucher eine ungefähre Vorstellung davon haben, mit wem sie es zu tun haben, müssen klare Pfade die Nutzer durch die Seite führen. Die Navigation durch die Seite und die Anordnung von Information ist ein weitläufiges Gebiet, deshalb werden in dieser Website Usability Checkliste nur ein paar Grundlagen erwähnt.

Hauptmenü ist klar erkennbar
Seit es Webpages gibt, hat jede Seite ein Hauptmenü. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Hauptmenü leicht zu finden, zu lesen und zu benutzen ist. Sollten Sie mehrere Menüs haben, verdeutlichen Sie die Unterschiede.

Navigationsbegriffe sind klar und präzise
Ihre Menüüberschriften sollten kurz, auf den Punkt und für Normalsterbliche verständlich sein. Sagen Sie also nicht „Kommunizieren Sie online mit unserem Team“ wenn „Kontakt“ genau so funktioniert.

Anzahl der Buttons und Links ist übersichtlich
Auch wenn Psychologen sich uneinig sind wie viel Information ein Mensch verarbeiten kann, sollten Sie sobald Sie über 7 Menüpunkte hinauskommen überlegen, ob diese wirklich nötig sind, oder Sie die Punkte auch zusammenfassen können.

Das Logo ist mit der Homepage verlinkt
Das hört sich jetzt vielleicht unwichtig an, aber die Nutzer sind es gewohnt, dass sie durch einen Klick auf das Logo zur Homepage zurückkommen. Und, wie schon erwähnt, sollten Sie es den Nutzern so einfach wie möglich machen. Dazu gehört auch ein Link ganz links in der Hauptnavigation mit der Beschriftung „Startseite“ oder „Home“.

Links sind immer gleich und leicht zu erkennen.
Der Standard für Links ist, dass sie blau und unterstrichen sind. Natürlich ist eine gewisse Kreativität erlaubt und erwünscht, dennoch sollten Sie erwägen die Links entweder zu unterstreichen oder blau zu färben. Auf jeden Fall sollten die Links auf der gesamten Webpage gleich gekennzeichnet sein und hervorstechen. Achten Sie darauf, dass die Links den Textfluss Ihrer Seite nicht unterbrechen.

Seitensuche ist leicht zu finden
Wenn Sie eine Suchfunktion auf Ihrer Seite haben, sollte diese leicht zu finden zu sein. Am Besten bringen Sie die Suche in der rechten oberen Ecke im stets sichtbaren Bereich der Seite an. Der Button sollte einfach und klar sein – ein „Suchen“ – Button funktioniert daher für die meisten Seiten.

(4) Inhalt

Website Usability Checkliste, Teil 4, der Inhalt. Die Webpage steht und fällt durch einen organisierten und leicht zu überfliegenden Inhalt.

Hauptüberschriften sind deutlich erkennbar
Da die meisten Menschen im Internet nicht lesen sonder einen Text nur überfliegen bzw. „scannen“, ist es ratsam Überschriften zu nutzen, um den Inhalt zu trennen und zu organisieren. Damit diese Überschriften auch bei der Suchmaschinenoptimierung helfen sollten Sie Heading Tags verwenden.

Wichtiger Inhalt ist über dem Fold (sichtbarer Bereich ohne Scrollen)
Der Fold ist die Linie an der eine Seite durch das Ende des Bildschirms abgeschnitten wird. Inhalt unterhalb dieser Linie wird oft nicht mehr gelesen, daher ist es wichtig, dass Kerninformationen oberhalb dieser unsichtbaren Grenze genannt werden.

Stil und Farbschema ist durchgängig
Die Nutzer sollten durch einen einheitlichen Stil und eine einheitliche Farbgestaltung wissen, dass sie noch auf Ihrer Seite sind. Verwirren Sie die Besucher nicht mit unterschiedlichen Layouts, Schriftarten oder Farbbedeutungen, dadurch verlieren Sie Ihre Nutzer.

Weniger ist mehr
Wenn Sie versuchen den Besucher auf alles aufmerksam zu machen, erreichen Sie das genaue Gegenteil: der Nutzer nimmt nichts wahr. Das ist ein Teil der menschlichen Wahrnehmung.
Anzeigen und Pop-ups sind Bestandteil des alltäglichen Lebens, dennoch sollten Sie nicht versuchen die Benutzer damit zu bombardieren. Integrieren Sie Anzeigen und Pop-ups in Ihre Webpage und heben Sie diese deutlich von dem Inhalt der Seite ab. Sie sollten also nach dem Grundsatz „weniger ist mehr“ den Inhalt Ihrer Webpage hervorheben und Anzeigen und Pop-ups einfugen.

Einfache und präzise Sprache
Wenn Sie Ihre Webpage durchlesen, könnten Sie die Informationen auch mit der Hälfte der Wörter wiedergeben? Der Inhalt Ihrer Seite sollte kurz, präzise und beschreibend sein. Vermeiden Sie fachsprachliche Ausdrücke – es interessiert niemanden ob Sie „Ihre Synergien aggregiert“ haben.

Keywords an den richtigen Stellen verwenden
Die URL sollte Keywords enthalten, um für Suchmaschinen leichter auffindbar zu sein und um dem Nutzer ein ungefähres Bild davon zu vermitteln, was ihn auf der Seite erwartet.
Viel wichtiger ist jedoch, dass Ihre Überschriften beschreibend und einmalig sind. Außerdem sollten die Überschriften keine Anhäufungen von Schlüsselbegriffen darstellen. Die Überschriften sind das Erste, was ein Suchmaschinennutzer sieht, wenn die Titel uninteressant und sinnfrei sind, gehen die Nutzer zum nächsten Suchergebnis.

Die Website Usability Checkliste kann hier auch als PDF heruntergeladen werden.

Google Cloaking - AdWords Helpcenter abgestraft

Geschrieben von Jonas Weber am 2. Juli 2010 | Abgelegt unter Google, Suchmaschinen-Optimierung

Die Webmaster Richtlinien von Google sind nicht ohne Grund sehr allgemein gehalten. Somit wird es Spammern erschwert, die Suchmaschine zu manipulieren. Ein paar Punkte sind aber ganz konkret aufgelistet. Z. B. Cloaking.

Wer wurde jetzt beim Cloaking erwischt? Das Google AdWords Help Center. Ein polnischer Blog hat das Ganze aufgedeckt, Vanessa Fox in einem Artikel auf searchengineland die Cloaking Abstrafung noch mal ausführlich beschrieben. Die kompletten Seiten von  http://adwords.google.com/support/aw sind nicht mehr im Index.

banned

Wird eine Website komplett aus dem Index geschmissen, muss schon was Schlimmeres vorgefallen sein, d. h. bei Google scheint Cloaking eine der härteren Abstrafungen zu sein.

Viele werden jetzt wieder schreiben: PR-Gag von Google, die sind ganz schnell wieder drinnen. Oder: Google musste so handeln, weil von einem externen Blog Druck aufgebaut wurde. Interessant ist doch aber zu sehen, dass ein eher unbekannter Blog aus Polen die Geschichte aufdeckt und größere Medien wie searchengineland erst nach der Google Abstrafung darüber berichten. Das zeigt, wie schnell non paid-Google in diesem Cloaking Fall reagiert hat.

Für mich soll dieser Fall auch ganz klar demonstrieren: Die natürliche Suche ist bei Google ganz klar vom AdWords Team unabhängig aufgehangen. Das kann ich aus eigenen Erfahrungen auch nur bestätigen.

Und eine kurzfristige Möglichkeit bleibt dem AdWords team noch: Anzeigen schalten (siehe Screenshot)! Budget? Unbegrenzt.

WM 2010 Wallpaper

Geschrieben von Fabian Frick am 15. Juni 2010 | Abgelegt unter Google

Ihr seid alle schon richtig im WM-Fieber? Ihr verfolgt neben der Arbeit alle Weltmeisterschaftsspiele im Live Stream?

Dann sind diese WM 2010 Wallpaper genau das Richtige für Euch. Vorausgesetzt Ihr benutzt Google Chrome als Browser könnt Ihr jetzt einen Browserhintergrund Eures Lieblingsteams installieren.

1

Hier zu den jeweiligen Links der Browser Wallpaper der Teams der WM 2010 in Südafrika.

3

Die 7 Todsünden des Linkbuildings

Geschrieben von Jonas Weber am 19. Mai 2010 | Abgelegt unter Google, Suchmaschinen-Optimierung

Die letzten 2 Tage war die a4uexpo Konferenz in München zu Gast. Hauptthemen waren Affiliate Marketing und SEO. Speaker wie Marcus Tandler, Dave NaylorBob Rains und Andre Alpar haben den Teilnehmern vor allem die neuesten Trends im Bereich SEO vorgestellt.

Auch ich war im Panel “SEO Update – What’s happening in the Market and Where Should Your Focus Be?” mit von der Partie, neben Marcus und Andre. Johannes Beus hat leider krankheitsbedingt gefehlt, gute Besserungauf diesem Weg. Meine Präsentation hatte das Thema: “die 7 Todsünden des Linkbuildings”:

Die sieben Todsünden des Linkbuildings:

7_todsunden

1. Hochmut

todsunde_hochmut

Hochmut kommt vor dem Fall. Meistens ist es fesh, einen neuen Trick gefunden zu haben, um den Google Algo auszutricken. Auch ich habe an der ein oder andern Stelle geschmunzelt. In diesem Beispiel sind die Footer-Links sehr kreativ gewählt, z. B. Coding bei Darmreinigung, Saunahaus, Fertighaus, etc. Noch viel schlimmer ist aber, dass das WordPress Template hier im Footer by default bad links beinhaltet. Achtet bitte als unschuldige User auf solche Methoden, sobald ihr ein neues Template installiert.

hochmut

2. Habgier

todsunde_habgier

Unterschätze nicht die Habgier unserer Gesellschaft! Nehme an, du als SEO kontaktierst einen noch unschuldigen Webmaster, der von Linking und SEO noch nie etwas mitbekommen hat. Du bietest ihm ein paar Euro für nen Link. Er denkt sich, hmm, einfaches Geld. Mit größter Wahrscheinlichkeit bleibt es nicht bei einem Link, plötzlich sind einige dutzend Links verkauft und implementiert. Good neighborhood?

habgier_2

3. Wollust

todsunde_lust

So attrakiv der Erotikmarkt auch sein mag und so advanced deren Tatktiken auch sind. Befasst sich Eure Website nicht mit diesem Thema, dann bleibt diesem Bereich fern. Ihr rutscht unter Umständen schneller in den Safe Search Filter als euch lieb ist.

lust

4. Trägheit

todsunde_tragheit

Warum soll ich mich für einen Link abmühen, wenn ich auf ebay 1000 Links für 5 Euro bekomme, oder mich einfach in viele Bookmarkingverzeichnisse eintragen kann? Weil dieser Link am Ende mehr zählt! Ein gesundes Linkportfolio aufzubauen ist harte Arbeit, nichts für Faulpelze.

tragheit

5. Völlerei

todsunde_vollerei

Ich kaufe einen Link, ich tausche 2 Links. Mein Ranking steigt, ich besorge mir mehr Links. Am Anfang habe ich mich auf relevante Seiten beschränkt, jetzt muss ich auch themenfremde Websites in Betracht ziehen, aufgrund der zu geringen Auswahl in meiner Nische. Mit jedem Kilogramm Links mehr, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass deine Mühen tragisch enden könnten.

vollerei_2

6. Neid

todsunde_neid

Ich erinnere mich, dass Google vor kurzem aufgerufen hat, Linkspam, gekaufte Links, Linkseller, etc. zu melden. Du vertrittst den Ehrenkodex der SEO-Szene und tust so etwas natürlich nicht. Lieber gemeinsam gegen Google kämpfen anstatt die Konkurrenz in den Sumpf zu ziehen. Aber dein stärkster Konkurrent wird einen Spamreport ausfüllen. Und du stehst drinnen!

neid

7. Zorn

todsunde_zorn

Was ist passiert? Von einem auf den anderen Tag bricht dein Traffic dramatisch ein? Deine Vermutung: eine Google Penalty. Dein Konkurrent hat dich verpetzt, weil du Links gekauft hast. Das lässt du dir nicht gefallen. Was ist dein nächster Schritt? Rache ist süß …

zorn

Denkt daran, dass bad Links in den Linkschemes von Google nicht unbedingt berücksichtigt werden. Übrigens habe ich am Anfang der Präsentation gefragt: “Wer hat schon mal Links gekauft”? Niemand hat die Hand gehoben. Das hat mich auch nicht überrascht. Aber das war die erste Sünde des Tages.

UPDATE: Sünde 6 wurde in diesem Blogpost anscheinend schon eingesetzt. Folgt jetzt Sünde 7?

Branding Kampagnen - Sinnvoll oder sinnlos?

Geschrieben von Kira Pawlowski am 30. April 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Google, Suchmaschinen-Marketing

“Warum sollen wir Werbung in Suchmaschinen auf unseren Markennamen schalten, wenn wir wir doch in der organischen Suche bereits die absolute Top-Platzierung belegen?”

Wie häufig wurde Ihnen diese Frage bereits gestellt, oder wie oft fragen Sie sich das selbst?

Diese ganz allgemeine Frage muss von Zeit zu Zeit aufgegriffen werden. Aus diesem Grund werfen wir einen Blick auf die drei Hauptgründe, weshalb Geld für Suchmaschinenwerbung mit Marken-Keywords ausgegeben wird.

Thema: Markenverletzung / Markennutzung

Eine zunehmende Anzahl an Wettbewerbern oder Wiederverkäufern werben auf eingetragene Markennamen seit sich die Richtlinien in Google für das Bewerben von Marken gelockert haben. Wenn Sie also auf Ihren eigenen Markennamen werben, sichern Sie sich dadurch Ihren Werbeplatz. Tun Sie dies nämlich nicht, dann wird es ein Wettbewerber sein, der diesen Werbeplatz einnimmt.

Schauen wir uns hierzu speziell den Fall adidas an. Wenn der offizielle Online Shop von adidas nicht werben würde, dann wäre der Wettbewerb am Zug und würde den prominenten Werbeplatz nutzen.

adidas-google-adwords

Man könnte meinen, dass die harte Arbeit, die man in den Markenaufbau investiert dadurch belohnt wird, dass die Rechtsprechung Marken schützt - dem ist aber leider nicht so. Der einzige Weg den Kampf in den Suchmaschinen für sich zu entscheiden ist also, diesen Werbeplatz mit eigenen Werbeanzeigen zu belegen.

Thema: Nutzerverhalten

Es gibt Nutzer, die klicken niemals auf Werbeanzeigen in den Suchergebnissen, andere sind das genaue Gegenteil. Und dann wiederum gibt es Nutzer, deren Klickverhalten situationsbedingt ist. Zudem verändert die Evolution der Universal Search die Suchergebnisse mehr und mehr. Mittlerweile beinhalten sie Videos, Tweets, bezahlte Suchergebnisse, organische Suchergebnisse, lokale Business Anzeigen, Bilder, News usw. Mit all diesen Optionen wird es für eine Marke zunehmend schwerer sich zu platzieren. Bezahlte Anzeigen sind also eine garantierte Möglichkeit, um sich innerhalb dieser Vielzahl von Ergebnissen zu platzieren.

Eine kürzlich erschienene Case Study, die von Google veröffentlicht wurde, beinhaltet einen Test zu Vineyard Vines (eine Bekleidungsmarke in den USA mit Online Shop). Der Test sollte nachweisen, wie sich Bezahl-Anzeigen in Suchmaschinen auf die Website auswirken. Das Ergebnis war äußerst interessant: Wurde die Anzeigenschaltung pausiert, erhielt die Website über die organische Suche lediglich 33% der vorher erzielten Klicks. Demnach sind 67% der Klicks auf das organische Suchresultat ohne Anzeigenschaltung verloren gegangen.

Thema: Auswirkung auf die Markenbekanntheit
Viele Studien belegen eine Erhöhung der Markenbekanntheit, wenn in den Suchergebnissen sowohl bezahlte als auch natürliche Ergebnisse in den Top-Positionen angezeigt werden. Konsumenten halten grundsätzlich viel von Marken, die sie häufiger sehen. Je öfter ein Konsument eine Marke wahr nimmt, desto besser - egal in welcher Form oder über welches Medium.

Die derzeit wohl am häufigsten zitierte Studie diesbezüglich ist die von Honda und Enquiro, welche von Marketing Charts beschrieben wurde. Diese Studie hat ergeben, dass Markenaffinität, Markenerinnerung und das Kauf-Vorhaben um 16 Prozent, 42 Prozent und 8 Prozent gestiegen sind, wenn Ergebnisse zu einer Suchanfrage sowohl auf den Top-Positionen der bezahlten als auch unbezahlten gelistet wurden.

brand-awareness
Alles in allem erscheint es unrentabel, wenn ein Markenbesitzer seinen eigenen Markennamen noch extra bewerben muss. Dennoch macht es Sinn - wie diese Studien belegen.

Nächste Einträge »